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Auf einen Blick....

 

 

system/icons/1.png Rechengebäude
tl_files/icons/6.png Überschuss-Schlammeindickung
CMS/system/icons/2.png Sand- und Fettfang
CMS/system/icons/7.png Mikrogasturbinen
CMS/system/icons/3.png Vorklärbecken
CMS/system/icons/8.png Betriebsgebäude - Faulturm
CMS/system/icons/4.png Belebungsbecken
CMS/system/icons/9.png Klärschlammdepot
CMS/system/icons/5.png Nachklärbecken
CMS/system/icons/10.png Gasspeicher

 

Er"klären"des zur Anlage

Das Abwasser gelangt im Hauptsammelkanal (DN 500- 800 mm), dessen Länge ca. 9 km beträgt, rechtsufrig der Reither Ache zum Klärwerk nach Going. Die hier praktizierte Abwasserreinigung vollzieht sich im Wesentlichen in einer mechanischen und einer biologischen Reinigungsstufe, die Phosphatfällung wird durch Zugabe von Fällmittel durchgeführt.

Der automatische Siebrechen (5 mm Spaltweite) hat die Aufgabe, die im Abwasser anfallenden Grobstoffe zu entfernen. Das Rechengut wird anschließend gewaschen und gepresst und in einen Container abgeworfen. Das Abwasser fließt nun weiter zum Sandfang. Dieser ist als belüfteter Langsandfang ausgebildet, mit seitlich angeordnetem Fettfang. Das Sand-Schlammgemisch wird dem Sandwäscher zugeführt, der hat die Aufgabe den Sand zurückzuhalten.

Der ausgewaschene Schlamm wird der Anlage zugeführt. Nach dem Sandfang wird die Abwasserzulaufmenge mittels einer Radarmessung ermittelt. Der nächste Reinigungsschritt erfolgt in den beiden Vorklärbecken. Diese wurden als längsdurchströmte Rechteckbecken konzipiert, die Schlammräumung wird mittels eines Schildräumers vorgenommen.

Der hier anfallende Schlamm wird im Voreindicker zwischengespeichert und dann dem Faulturm zugeführt. Das somit mechanisch gereinigte Abwasser fließt über ein Verteilergerinne der biologischen Reinigungsstufe zu.

Die biologische Stufe ist zweistraßig ausgeführt mit vorgeschalteter Denitrifikation und anschließendem Umlaufbecken. Im Umlaufbecken sind im Bereich der Beckensole Flächenbelüfter installiert, um einen gleichmäßigen Sauerstoffeintrag zu gewährleisten. Der Sauerstoffgehalt wird mittels O²-Sonden gesteuert.

Nach Passieren der zwei Belebungsbecken gelangt das Belebtschlammgemisch über ein Rechteckgerinne mit einer Verteilerzunge in die vier quer durchströmten Nachklärbecken. Hier findet die Trennung vom gereinigten Abwasser und Belebschlamm statt.

Das Klarwasser fließt über die Alurinnen und anschließendem Ablaufkanal in den Vorfluter (Reither Ache). Der im Nachklärbecken abgesetzte Belebtschlamm wird in den biologischen Kreislauf zurückgeführt. Ein Teil wird als Überschuss-Schlamm der maschinellen Schlammeindickung (Scheibeneindicker) zugeführt.

Der eingedickte Schlamm wird wiederum dem Faulturm zugegeben. Der Faulturm hat einen Inhalt von 1700 m³ und wird auf eine Temperatur von ca. 38C° beheizt. Das hier anfallende Faulgas wird in einem 580m³ Gasspeicher zwischengespeichert und dann von zwei hochmodernen Microgasturbinen verwertet.

Bei den Turbinen wird das Faulgas zu ca. 1/3 Strom und 2/3 thermische Energie umgewandelt. Der ausgefaulte Schlamm aus dem Faulturm wird im Nacheindicker zwischengespeichert , mittels einer Zentrifuge entwässert und in Container abgeworfen. Der anfallende Klärschlamm wird von einem Entsorgungsunternehmen weiterverarbeitet.